Hundefutter-Deklaration - was wirklich drin steckt

 

Deklarationen beim Hunde-Trockenfutter

 

Geflügel-/Lamm-/Rind-/Straussenfleischmehl: reines Fleisch nach dem Trocknen

 

Geflügel-/Lamm-/Rind-/Straussenprotein: besteht aus einer Mischung von Fleischschlachtneben-Produkten - alles vom Tier was kein Fleisch ist u.a. Federn, Klauen, Schnäbel usw.

 

Geflügel-/Lamm-/Rind-/Straussen-Nebenprodukte: sind in der Regel Köpfe, Füsse, Federn (Füllstoff) usw.

 

Tierische Nebenerzeugnisse:  Nahezu alles, was kein Muskelfleisch ist. 

Das können Innereien, Haut, Knochen, Hufe, Haare oder Reste von Schlachtabfällen sein. All dies darf völlig legal in konventionellem Tierfutter verarbeitet und unter dem Begriff "tierische Nebenerzeugnisse" deklariert werden.

 

 

Sortierung - Kohlenhydrate sollten nicht an erster Stelle! 

Die Reihenfolge der Inhaltsstoffe sagt in absteigender Reihenfolge aus, wovon am meisten im Futter enthalten ist. Sprich: Das, wovon am meisten drin ist, steht als erstes drauf. Kohlenhydrate wie Mais, Reis und sonstiges Getreide sollten keinesfalls an erster Stelle stehen. Ein Fleischanteil von 60-70 % muss gegeben sein.

 

Je weniger Zusatzstoffe desto besser! 

 

Tocopherolhaltige, natürliche Extrakte: werden aus den Samen ölhaltiger Pflanzen gewonnen. Meist werden diese Extrakte aus Weizen, Mais, Soja und Baumwolle sowie Reis gewonnen und angereichert. Zur Herstellung dürfen auch gentechnisch veränderte Organismen einsetzt werden.


Meine Tochter hatte in ihrer Kindheit immer wieder mit Allergien zu kämpfen. Deshalb habe ich mit der Zeit die Zusammensetzung aller Lebensmittel genau unter die Lupe genommen. Das Buch "Chemie im Essen" von Hans-Ulrich Grimm beschreibt diese Problematik mit den Zusatzstoffen/Geschmacksverstärkern und den künstlich hergestellten Vitaminen.

 

Auch bei der Hundeernährung ist es leider so, dass man das Kleingedruckte auf der Rückseite des Futters genauer analysieren sollte. Früher als ich noch ein Kind war, hat man den Hunden - Essensreste verfüttert - was meiner Meinung nach viel gesünder war, als das heutige industriell hergestellte Hunde-Trockenfutter. Auch ist es so, dass es die Unverträglichkeit gegenüber - Weizen/Mais etc. beim Hund vermutlich gar nicht gibt - es sind die Zusatzstoffe und die künstlich hergestellten Vitamine die solche Allergien/Unverträglichkeiten auslösen. 

Buch-Tipp: Jutta Ziegler "Hunde würden länger leben, wenn...."  

Eine deutsche Tierärztin gibt allen Tierbesitzern wertvolle Tipps mit an die Hand. Ein Muss für jeden, dem sein Tier am Herz liegt!

Kaltgepresstes Hundefutter

Kaltgepresstes Hundefutter wird bei Temperaturen um 50 – 80 Grad hergestellt. Im sogenannten Pelletierverfahren werden die Zutaten zuerst getrocknet und dann gemahlen. In der Pelletierpresse werden sie dann durch eine Art Trommel gepresst, wodurch das Futter auch seine Form erhält. Kaltgepresstes Hundefutter schont die enthaltenen Vitamine, da diese im Verarbeitungsprozess nicht so hoch erhitzt werden.

 

Extrudiertes Hundefutter

Futter, welches nach dem Extrusion-Verfahren hergestellt wird als modernes Trockenfutter bezeichnen. Durch den Extruder werden die Zutaten so lange mit Wasserdampf erhitzt, dass ein Brei bzw. ein Teig entsteht. Durch die hohen Temperaturen werden Keime abgetötet, was aber auch zu einer Verringerung des Vitamingehalts führt. Sollte zudem das Futter sehr hoch erhitzt worden sein - dann besteht die Gefahr, dass sich ein Giftstoff bildet das sogenannte - Acrylamid. Außerdem quellen die extrudierten Brocken im Hundemagen auf, was zu Blähungen führen kann. Füllen Sie ein Glas mit Wasser und legen ein paar extrudierte Futterbrocken hinein – diese werden enorm aufquellen.

Kaltgepresstes Hundefutter: Quillt nicht auf!